top of page

Angst vor Tiermediziner:innen

  • 30. Jan. 2025
  • 8 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Tierarzt Logo Klinik

Haben deine Katzen hat Angst vor Tiermediziner:innen? Dann bist du in diesem Beitrag genau richtig! Ich zeige dir ein paar Details auf die du achten solltest, damit deine Katzen stressfrei und ohne Angst zur Praxis kommt.







Die Katzenfreundliche Praxis

Das A und O ist eine Katzenfreundliche Praxis, vor allem dann, wenn deine Katze Angst vor Tiermediziner:innen hat. Denn diese Praxen haben sich weitergebildet, was das Thema Katzenfreundlichkeit angeht.


Bei katzenfreundlichen Tiermediziner:innen fängt es schon im Wartebereich an:

  • Zwei verschiedene Wartebereiche. Einen für Hunde und einen für Kleintiere.

  • Im Wartebereich für die Kleintiere stehen direkt neben den Stühlen kleine Tischchen, damit man die Transportboxen dort abstellen kann und die Katzen somit nicht auf dem Boden stehen müssen.

Wenn Katzen Angst haben, verziehen sie sich am liebsten nach oben und somit stehen sie schon mal auf einem kleinen Tisch, was eine Erhöhung für sie darstellt.


So eine Praxis ist nicht nur im Wartebereich optimal, sondern auch im Behandlungszimmer. Dort geht es mit Farben und Geräten weiter. Eine Katzenfreundliche Praxis ist nicht komplett weiß und hat auch keine weiße medizinische Kleidung an, sondern zum Beispiel grün oder blaue Kleidung an.

Denn wenn die Praxis eins erreichen möchte, dann, dass sich Katzen wohl fühlen.

In der Regel trägt nämlich zuhause auch niemand nur weiß oder sieht komplett weiß aus inklusive der Möbel. Deshalb hat eine solche Praxis auch nicht so einen "sterilen Look" und wirkt weniger beängstigend für deine Miezen.


Doch auch das Alles ist in einer Katzenfreundlichen Praxis noch nicht alles. Katzen werden ohne Handschuhe, ohne Kragen und ohne Gitter behandelt. Die Mitarbeiter:innen lassen sich Zeit und sind vorsichtig mit deinen Stubentigern. Bei gängigen Praxen, die nicht so Katzenfreundlich sind, wird nicht selten Katzen mit dicken Handschuhen auf den Tisch qualvoll gedrückt, damit man sie dann brutal behandeln kann. Das ist jedoch Misshandlung von Tieren. Warum? Alleine der Nackengriff bei Katzen impliziert den Jäger der seine Beute am Nacken greift und kurz danach tötet. Somit nimmt man in Kauf, dass die Katze Todesangst verspürt, da sie annehmen muss, gleich getötet zu werden. Es geht auch ganz ohne solche Qual. Doch leider ist es oft noch eine gängige Handhabung und die meisten Katzenhalter:innen wissen gar nicht, dass es auch anders geht.


Ich selbst habe es mit meiner Emmi durch machen müssen. Bei den letzten Impfungen in der alten Praxis musste ich meine Maus selbst stark festhalten, da sie wenigstens auf meinem Arm "am ruhigsten" war. Dennoch galt sie als höchst aggressiv und hatte mich auch mehrmals unabsichtlich gebissen. Es war sehr furchtbar mit anzusehen, wie schlecht es ihr immer beim Tierarzt ging und wurde von Mal zu Mal schlimmer. Bis zu dem Zeitpunkt, als die Praxis Urlaub hatte und ich mit ihr eine andere Praxis aufsuchen musste.

Dann kam ich zu meiner jetzigen Tierärztin. So liebevoll, keine Handschuhe, kein qualvolles runterdrücken auf den Tisch, keine Aggressionen.

Natürlich war Emmi immer noch von Fremden nicht so begeistert aufgrund der Vorgeschichte. Doch schon beim aller ersten Mal, sah man einen Unterschied und je häufiger ich über die Jahre mit ihr dort hin ging, desto angenehmer wurde es.


Doch schauen wir uns auch die nächsten Details an, wie du deine Katze vorbereiten kannst.


Medical Training

Medical Training ist ein Training, dass du zum Beispiel mit einem Clicker deiner Katze beibringst. Im Medical Training macht man verschiedene 'Aufgaben', die in einer Praxis vorkommen können.

Zum Beispiel Augen ansehen, Zähne ansehen, Abtasten, Herz abhören und in die Ohren schauen.


Verschiedene Medical Training Einheiten, sind nicht nur für diesen Besuch sinnvoll, sondern stärken auch die Bindung und das Vertrauen zwischen dir und deiner Katze.


Mit einem Medizin-Koffer aus der Kinderabteilung, könntest du das sogar noch besser trainieren.



*Affiliate Link - Ich bekomme eine winzige Provision, wenn du über den Link bestellst.


Transportbox Training

Das Transportbox Training gehört ebenso zu dem stressfreien Tierarztbesuch dazu. Denn zuhause fängt es schon an: wenn du deine Katze qualvoll irgendwie in die Box zwängen musst, bekommt sie zuhause schon Angst. Wie soll es dann erst woanders besser werden? Die Transportbox sollte ein sicherer Safe-Space sein, so als wolltest du ein Stück von zuhause mit in die Praxis nehmen.


Deine Katze sollte somit freiwillig in die Box gehen.


Auch das schließen und Hochheben der Box, sollte deiner Katze keine Angst bereiten.

Mache es außerdem deiner Katze bequem in der Box. Wenn sie ständig hin und her rutscht und keinen festen Halt hat, kann sie ebenso schneller sich unwohl fühlen.

Eine gute Transportbox sollte von allen Seiten geöffnet werden können und bestenfalls sollte sie immer nah am Oberkörper getragen werden, sodass sie weniger hin- und herschaukelt und deine Katze dich im Blick hat - ihre Vertrauensperson.


Eine Decke von zuhause über die Transportbox geworfen mit einem kleinen Guckloch kann ihr mehr Sicherheit geben.


Fahrtweg Training

Auch der Fahrt- oder Fußweg zu deiner tierärztlichen Praxis kann ein Grauen für deine Samtpfote sein.

Übe in winzigen Schritten mit der Box rauszugehen. BEVOR es zu Tierärzt:innen geht. Trainiere lieber mehrmals in kleinen Schritten, als einmal zu lange, mit einem unschönen Ende. Das Training sollte immer mit einem positiven Ergebnis beendet werden, damit deine Maus es positiv in Erinnerung behält.


Du brauchst einen individuellen Trainingsplan?

Dann buche dir doch gerne einmal ein Termin bei mir. Dann kann ich dir deinen individuellen Trainingsplan für deine Katze erstellen.


Hi, ich bin Laura Berzins. Katzenverhaltensberaterin & Katzentrainerin für deine Katzen. Ich begleite dich und deine Katzen auf dem Weg von einer ängstlichen Katze, bis hin zur selbstbewussten Katze in einer tiermedizinischen Praxis.


Kostenloses Erstgespräch
30
Jetzt buchen


Die 4 F's - Fight, Freeze, Flight und Flirt/Fiddle

Wie verhält sich deine Katze bei Tiermediziner:innen?


Fight - Kämpfen, Angreifen

Freeze - Sich nicht mehr bewegen und alles über sich ergehen lassen

Flight - Flüchten wollen

Flirt/Fiddle - Herumalbern, Übersprungshandlung


All das, sind Stresssituationen bei Katzen. Es zeigt deutlich, dass jeder dieser Katzen gestresst ist.


Wenn deine Katze kooperiert, sieht das ganze schon wieder anders aus.

Denkt dran, auch bei der Katzenfreundlichen Praxis braucht deine Katze mal kurze Pausen. Diese Pausen sind zum Beispiel, wenn die Katze kurz los gelassen wird. So kann sie sich wieder etwas entspannen und man kann ihre Signale besser wahrnehmen und akzeptieren.

Vor allem bei Katzen die Angreifen, kann das super viele Vorteile mit sich bringen. Wie ich ja schon erwähnt hatte, war dies der Fall bei meiner Emmi. Dadurch, dass sich die Tierärztin etwas mehr Zeit für Emmi nahm und immer wieder Pausen einführte, wurde Emmi von Mal zu Mal ruhiger. Und jeder neue Praxisbesuch wurde angenehmer für sie.


Spiegelneuronen

Was sind Spiegelneuronen und was haben sie mit dem Medical Training zu tun?


Spiegelneuronen sind spezielle Nervenzellen im Gehirn der Katze, die aktiviert werden, wenn Katzen eine Handlung beobachten, sie durchführt oder nur über sie nachdenkt.

Heißt soviel wie, wenn du super nervös wirst in einer Praxis, wird es deine Katze sicherlich spüren und auch werden.

Wenn du also weißt, oder merkst, dass du selbst jedes Mal nervös bist beim Besuch in die Praxis, kannst du dir spezielle Hilfe holen. Zum Beispiel in Form von Klopftechnik um dich selbst schnell wieder runterzufahren und zu entspannen.

Dass hilft dann ebenfalls deiner Katze, sich eher zu entspannen, als wenn du super nervös neben ihr stehst.


Das Gleiche gilt, wenn du mit zwei Katzen die Praxis aufsuchst. Deshalb ist es sinnvoller, wenn die beiden Katzen die jeweils andere weder sehen, noch hören können.


Ablauf zur Praxis

Mehrkatzenhaushalt

Wenn du mehrere Katzen zuhause hast, solltest du bestenfalls nur Termine für einzelne Katzen machen. Ja, es ist zwar schneller für dich selbst erledigt, jedoch ist der Stresslevel bei den Katzen höher. Da sie die Stimmung der jeweiligen anderen Katze mit aufnehmen. Heißt: Wenn die eine Miez auf dem Behandlungstisch knurrt und faucht, denkt die zweite, sobald sie dran ist, wird ihr etwas schreckliches widerfahren. Ebenso, kannst du dich voll und ganz nur auf die eine Katze konzentrieren.

Als wenn der ganze Besuch nicht sowieso schon stressig genug ist, müssen sie dann auch noch den Angstschweiß der anderen Tiere in der Praxis riechen.

Zeit

Mache bestenfalls nur tierärztliche Termine, wenn du viel Zeit dafür hast. Denn wenn deine Katze gerade mal doch nicht in die Box will, hast du ganz entspannt viel Zeit um deine Maus gewaltfrei und positiv verknüpft in die Box zu bekommen.


Entspannungsmusik

Unterwegs, kannst du dein Handy mit leiser Entspannungsmusik in die Box legen. Bestenfalls kannst du die Entspannungsmusik zuhause schon trainieren, in dem du Entspannungslieder immer mal wieder zuhause abspielst, wenn deine Katzen am schlafen sind oder sich ausruhen. Bedenke, das Handy nicht zu laut einzustellen, gerade auch bei den Boxen die hellhörig sind.


In der Praxis angekommen

Sobald du in der Praxis angekommen bist, gehe Hunden größtmöglich aus dem Weg und stelle bitte niemals die Transportbox auf dem Boden. Katzen fühlen sich in der Höhe wohler, weshalb es auf den Boden mehr beängstigend ist. Eine Katzenfreundliche Praxis hat neben den Stühlen kleine Tischchen, auf denen die Transportboxen abgestellt werden können. Bei der Anmeldung oder Abrechnung kannst du zur Not die Box auf den Tresen stellen um die Hände frei zu haben, um somit die Box nicht auf den Boden stellen zu müssen.


Im Wartebereich

Im Wartebereich empfiehlt es sich ebenfalls mit deiner Samtpfote zu sprechen (und ggf. zu streicheln, falls deine Maus es zulässt und nicht aus der Box abhaut und sie es auch in stressigen Situationen mag), damit sie deine Stimme hört und entspannter wird. Mache es individuell nach den Vorlieben deiner Katze.


Im Behandlungsraum

Sobald du in den Behandlungsraum darfst und dort noch ein bisschen warten musst, lasse deine Katze nach Bedarf den Raum erkunden. Somit fühlt sie sich sicherer, wenn sie alles schon einmal kennenlernen darf und merkt, dass der Raum interessant und weniger beängstigen ist. Spreche ggf. mit deiner Praxis, ob du früher in den Behandlungsraum darfst und ob es okay ist, dass sie alles erkunden kann. Achte darauf, dass Fenster und Türen geschlossen sind und dass die Möbel in der Praxis keine Verstecke aufweisen, aus denen du deine Miez nicht mehr heraus bekommst. (Zum Beispiel unter Schränken.


Die perfekte Transportbox

Wie sollte die perfekte Transportbox für Katzen aussehen?


Die Größe

Die Größe spielt da eine sehr große Rolle. Deine Katze sollte sich ganz leicht einmal hinlegen, sitzen und sich drehen können. Kann sie das nicht, ist die Box zu klein. Ich sehe das immer wieder bei meiner Tierärztin, dass viele, ihre Katzen in kleine Kitten Transportboxen stecken. Diese Mäuse können dort weder richtig liegen noch sitzen.


Der Halt

Wir kennen es doch alle, wenn die Katze in der Box ist und kurze Zeit später, sitzt/liegt sie auf dem blanken Boden, da die Decke verrutscht ist. In vielen Transportboxen rutschen Katzen hin und her beim Transportieren, was für mehr Unsicherheit bei deiner Miez sorgt. Eine Plastiktransportbox hat meist keinen rutschfesten Boden und die Decke unter der Katze, bringt sie dennoch zum hin und her rutschen. Sorge also für guten Halt.


Das Öffnen

Deine Box sollte bestenfalls von allen Seiten geöffnet werden können. Es empfiehlt sich sogar, Katzen, wenn nötig, in der Transportbox zu behandeln, in der sie sich sicher fühlt. Das ist jedoch nur mit einer Katzenfreundlichen Tierärztin und ohne Nackengriff, Krause oder Handschuhen möglich. So fühlt deine Miez sich geschützt durch Ihren Safe Place statt ungeschützt auf dem Behandlungstisch.

Falls es dennoch nicht möglich ist, lasse deine Katze bestenfalls auf deiner rutschfesten Decke aus der Transportbox sitzen und nicht auf dem kalten Behandlungstisch.


Die Geräusche

Katzen haben, im Gegensatz zu und Menschen, wahnsinnig gute Ohren. Hast du mal einen kleinen Golfball, oder einen Tischtennisball in deine Box gelegt und dann die Box hoch genommen und bist damit einmal zum Auto gelaufen? Du wirst hören, wie laut dieser Ball hin und her schlägt. In vielen Boxen schallt es nämlich enorm, was deine Miez ebenfalls verunsichern kann, wenn sie nicht nur die Geräusche von Außen hört, sondern Geräusche zusätzlich in der Box lauter sind als üblich. Bei einer Stoffbox gibt es diese Geräuschkulisse nicht.


Wie könnte die perfekte Transportbox deiner Katze aussehen?

Diese Transportbox eignet sich hervorragend für den Transport. Dort müsstest du nur einmal das Netz heraus schneiden und schwupps...


...ist sie von allen Seiten zu öffnen und baut wie ein 'Gitter' um sie herum ihre eigene Schutzmauer auf. So denkt deine Miez, sie sei noch in ihrem Safe Place, obwohl man sie von allen Seiten behandeln kann. Denke bitte daran, dass auch mit dieser Box ein Training absolviert werden sollte.



*Affiliate Link - Ich bekomme eine winzige Provision, wenn du über den Link bestellst.



Deine Katzen haben Angst vor Tiermediziner:innen?

Fauchen, Kratzen, Urinieren in der Box - für viele Katzenhalter:innen und besonders ihren Katzen, ist der Weg in die Praxis ein traumatischer Kampf. Aber: Aggression ist die Sprache der Angst.


Als Katzenverhaltensberaterin und Katzentrainerin zeige ich dir, wie wir die Transportbox zu einem Safe Place machen. Wir trainieren nicht nur die Box, den Fahrtweg und Medical Training, sondern auch das Vertrauen. Damit deine Katze beim nächsten Termin deutlich entspannter wird - und du auch. Hör auf zu kämpfen. Fang an zu trainieren.


Buche dir jetzt ein kostenloses Erstgespräch bei mir:


Kostenloses Erstgespräch
30 Min.
Jetzt buchen

Kommentare


bottom of page