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Der Secret Code im Katzenkot

Was hinten bei unseren Katzen rauskommt, verrät mehr über ihren Gesundheitszustand, als man vielleicht denken mag.

Ich bin Verena und als zertifizierte Katzenernährungsberaterin sind Kotanalysen ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit - und heute schaue ich gemeinsam mit dir an, was im Katzenklo normal ist.


Katze am Katzenklo


Wie oft setzen Katzen eigentlich Kot ab?


In der Regel setzen Katzen 1-2 mal pro Tag Kot ab. Desto hochwertiger das Futter, desto weniger Kot wird produziert. Bei einer sehr hochwertigen Fütterung ist es sogar normal, wenn nur alle zwei Tage Kot abgesetzt wird.



Die Form beim Katzenkot - was ist normal?


Was "normal" ist, hängt von mehreren Faktoren ab.


Als erstes schauen wir uns die Form genauer an:


Ideal: Der Kot ist etwa 15 cm lang, wie eine Wurst geformt, ist fest, aber nicht hart. Die „ideale Wurst“ hinterlässt auch kaum Spuren in der Streu.


Zu hart: Kleine, trockene Kugeln können auf einen Flüssigkeitsmangel oder zu hohen Knochenanteil in der Nahrung zurückzuführen sein.


Zu weich: Breiiger, kaum geformter Kot kann unterschiedliche Ursachen haben. Beispielsweise kann er durch Unverträglichkeiten, Parasiten oder auch bei harmloseren Ursachen, z.B. während einer Futterumstellung auftreten.



Die Farbe


Als nächstes achten wir auf die Farbe.


Der ideale Katzenkot ist dunkelbraun. Nicht zu hell, nicht zu dunkel. Bei gewissen Fleischsorten - beispielsweise Huhn - kann der Kot etwas heller sein.


Aber was, wenn du mal etwas anderes vorfindest?


Lehmfarbener oder grauer Kot: spricht für eine Fettverdauungsstörung, ist oftmals im Zusammenhang mit Fehlfunktionen der Bauchspeicheldrüse zu sehen.

Hier fällt auch auf, dass der Kot sehr talgig und zum Teil säuerlich riecht.


Gelblicher Kot: steht oft im Zusammenhang mit Leber- oder Gallenerkrankungen.


Grünlicher Kot: tritt bei Problemen der Gallensekretion auf.


Weißer Kot: kann auch mit einer Störung der Gallensekretion zusammenhängen.


Schwarzer Kot: kann auf Blutungen im Verdauungstrakt hinweisen:

Allerdings kann eine Fütterung mit reinem Wild- oder Pferdefleisch den Kot schwarz färben.


Blutige Auflagerungen auf dem Kot: hellrotes Blut spricht für eine Verletzung des Enddarms oder auch des Rektums. Kann gegebenenfalls im Zusammenhang mit akuten Parasitosen (Giardien!), akute Infektionen und hochakuten Reizungen des Enddarms stehen.


Orangefarbene, schleimige Auflagerungen auf dem Kot: kann gegebenenfalls auf eine Infektion mit Giardien hinweisen.


Schleimiger Kot: tritt oftmals im Zusammenhang mit Parasitosen auf, ist aber oft auch ein Zeichen einer Dickdarmreizung.


Einlagerungen im Kot: unverdaute Nahrungsbestandteile weisen auf eine Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse hin. Sollten weiße „Punkte“ zu sehen sein, sollte auf einen Wurmbefall getestet werden.


Katze am Katzenklo


Wie vermeide ich zu harten oder zu weichen Kot?


Auch wenn unsere Katzen obligate Karnivoren sind, ist ein geringer Gemüseanteil wichtig, um die Darmmotorik zu fördern. Der Gemüseanteil sollte bei 5 % liegen. Als erste Hilfe für Durchfall, aber auch bei Verstopfungen empfehle ich, deinen Katzen gequollene Flohsamenschalen ins Futter zu mischen.


Diese binden die Flüssigkeit im Darm, lockern den Kot und ernähren die Darmflora - darüber hinaus haben sie eine antientzündliche Wirkung. Meistens zeigt sich innerhalb von 1-2 Tagen eine deutliche Besserung.


Wenn das jedoch nicht hilft, dann sollten deine Katzen nach spätestens 3 Tagen dringend medizinisch durchgecheckt werden.



Unsicher beim „Output“ deiner Katzen?


Lass uns die Lage gemeinsam checken!



 
 
 

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